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Alfa Romeo
164
Der Neuanfang
Mit der eleganten, in Zusammenarbeit mit Pininfarina entworfenen Limousine
bietet Alfa Romeo wieder einmal das richtige Fahrzeug für Nonkonformisten,
Kreative und Individualisten. Hausintern hört der Alfa 164 in seiner
Entwicklungszeit auf den Namen "Alberto". Dabei steht "Al" für Alfa Romeo, "ber"
für berlina und "to" für Turin, schließlich haben sich die Alfa
Romeo-Verantwortlichen aus Kostengründen dafür entschieden, die Plattform der
modernen, nun frontgetriebenen Limousine gemeinsam mit Fiat/Lancia (Fiat Croma
und Lancia Thema) und Saab (Saab 9000) zu entwickeln. Tatsächlich gelingt es den
drei Kooperationspartnern, trotz der ähnlichen Grundarchitektur vier vollends
verschiedene Fahrzeuge mit jeweils markentypischen Charaktereigenschaften zu
entwickeln. Damit schaffen die Turiner eine Weg weisende Konzeption, die bis
heute trotz ökonomischer Konstruktionsweise die Eigenständigkeit der jeweiligen
Marken garantiert.
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| Mit dem Alfa 164 zeigt die Traditionsmarke, wie geschickt sich moderne Plattformtechnologie umsetzen läßt | Der Alfa 164 wird zum "In-Auto" für Kreative, Schöngeister und Erfolgsmenschen |
Bei der Form des Alfa 164 sind die horizontalen Linien, die umlaufende Sicke und das rückwärtige Leuchtenband sowie die farblich abgesetzten, umlaufenden Stoßfänger bestimmend. Diese Formensprache soll auch die weiteren Modelle der Palette beeinflussen.
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| Der 232 PS starke Alfa 164 Q4 | Der formschöne Innenraum |
Pininfarinas Entwürfe sind ein Glücksgriff. Sie sind
raffinierter und zugleich schlichter als die Alternativen der damals noch von
Ermanno Cressoni geleiteten hauseigenen Designabteilung und brechen mit der
optischen Schwerfälligkeit seines erfolglosen Vorgängers, des Alfa 6. Der Alfa
164 wirkt erfrischend leicht und seine klare, geometrisch geordnete
Strukturiertheit signalisiert eine Qualitätsgüte, die der Wagen auch technisch
zu halten vermag.
Im Innenraum geht es nicht minder geometrisch zu: Auch hier bestimmen gerade
Linien und glatte Flächen die Optik. Gewöhnungsbedürftig ist die aufgeräumt
wirkende Mittelkonsole mit ihren flächigen Schaltern, die bei den Modellen der
zweiten Serie (ab 1993) modifiziert werden. Und auch unter der Haube
verwirklichten sich die Ästheten unter den Technikern und Designern: Die sechs
verchromten Ansaugrohre des quer montierten V6 sind ein optischer, der Klang des
Dreiliters ein akustischer Leckerbissen.
Für den italienischen Markt gibt es ab 1991 auch eine aufgeladene Version des V6
mit zwei Litern Hubraum und 171 Pferdestärken. Sie löst den 1988 angebotenen
Vierzylinder-Turbo aus dem Fiat-Baukasten ab.
1990 erscheint mit dem Alfa 164 Quadrifoglio eine sportliche Variante des
Dreiliters mit aggressiven 197 PS. Optisch ist sie durch die neu gestylten
Fünfloch-Alufelgen und die umlaufenden Schweller zu erkennen, die der Limousine
schnell den Spitznamen "Hängebauchschwein" bescheren.
1993 kommt der Alfa 164 Q4 mit permanentem Allradantrieb und 232 PS starkem 24
Ventil-Triebwerk in dieser Optik daher. Hinter den neuen, dreiteiligen Alufelgen
in klassischem Alfa-Lochdesign verbirgt sich das bereits beim Quadrifoglio
eingeführte elektrohydraulisch regelbare Fahrwerk. Damit ist der Q4 zu diesem
Zeitpunkt der bislang stärkste Alfa Romeo, den die Mailänder auf die Straße
ließen.
Aber auch die elegantere Version erfährt 1993 eine Überarbeitung: Das ebenfalls
durch 24 Ventile beatmete, etwas ziviler ausgelegte V6-Triebwerk leistet hier
nun 211 Pferdestärken. Und in der Version Super besticht der 164 durch elegante,
nun glattflächige und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger und Seitenbeplankungen.
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| Der Alfa 164 (hier ein Super) wird auch heute noch - als exklusiver Gebrauchtwagen - geschätzt |
1993 erscheint der Alfa 164 Super mit
Vierventil-Kopf und geglätteten Stoßflächen |
Unterhalb der Sechszylinder wird während der kompletten Bauzeit von 1987 bis 1997 der Zweiliter-Twin Spark Vierzylinder angeboten. Anfangs leisten die Versionen ohne Katalysator 145, mit Abgasreinigungsanlage 139 PS. Später werden 148 PS genannt. Optisch sind die Vierzylinder übrigens - wie beim Alfa 75 auch - durch die mit vier Muttern befestigten Räder zu erkennen. Neben den Otto-Motoren ist auch ein Turbodiesel mit 2,5 Litern Hubraum und 114 PS (ab 1992 mit 125 PS) erhältlich. Er findet allerdings erst 1994 den Weg auf den deutschen Markt.

Der quer montierte Sechszylinder gibt seine Kraft an die
Vorderräder ab.
Aber auch ein Allradantrieb ist erhältlich
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Alfa Romeo
164
Pro Car
Auch wenn Alfa Romeo nach den WM-Titeln
in den 50er-Jahren und dem jüngeren Engagement in den späten 70er bis Mitte der
80er-Jahre mittlerweile nicht mehr werksseitig in der Formel 1 rennt, so pflegt
der ehemalige Motorenlieferant von Bernie Ecclestones Brabham-Rennstall doch
noch beste Kontakte in die Königsklasse. So ist es denn auch kein Wunder, dass
der Alfa 164 im F1-Rahmenprogramm auftaucht - am Steuer Stars und Sternchen, die
die serienmäßigen roten und weißen Limousinen im Celebrity-Race über F1-Pisten
hetzen.
Ungleich spektakulärer ist dagegen der Alfa 164 Pro Car. Ein Mittelmotorbolide
mit Serienoptik und Formal 1 tauglichem 3,5 Liter Zehnzylinder. Diese
Serien-Silhouette für Production Cars (daher der Name) war Ecclestones Vision
der Zukunft des Tourenwagensports und sollte zugleich sicherstellen, dass
genügend Triebwerklieferanten für die Formel 1 zur Verfügung stehen. Der Renner
bleibt jedoch ein Einzelstück und wandert ohne Renneinsatz ins Museum. Mit den
Klasse 1 Boliden der DTM/ITC werden Ecclestones Visionen dennoch acht Jahre
später nahezu Realität
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Der Prototyp des Alfa 164 Pro Car hat nur
wenig mit seinem Serienbruder gemein. Unter der Karosse verbirgt sich hochkarätige Formal 1 Technik |
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