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Alfa Romeo
ALFASUD SPRINT
Sportliche Traditionspflege
Seit jeher gehören Coupés zum Lieferprogramm der Traditionsmarke und seit 1950
hören die meisten von ihnen auf die Bezeichnung Sprint. Mit der Sprint-Version
auf Basis der Bodengruppe und Technik des Alfasud präsentieren die Mailänder
wieder ein kleines Coupé und knüpfen damit an die Erfolge des gut zwei
Jahrzehnte zuvor erschienenen Giulietta Sprint an.
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In Erinnerung an das neuerliche Formel 1
Engagement von Alfa Romeo entsteht die Sonderserie "Grand Prix". Die Unterschiede zur Serienversion sind offensichtlich |
die kantige Karosserie stammt - wie auch der Giulia Sprint
GT, Alfasud und Alfetta GT - von Giorgetto Giugiaro, der sich mittlerweile mit
der (heute überaus namhaften) Firma ItalDesign selbständig gemacht hat. So sind
die formalen Ähnlichkeiten zu den ebenfalls in jener Zeit bei ItalDesign
entworfenen Alfetta GT und VW Scirocco leicht zu erklären. Der Alfasud Sprint
geht als letzter kompakter Fronttriebler des Quartettes Alfasud (1972),
Scirocco (1973), Golf (1974) und Sud Sprint nach seiner Vorstellung im September
1976 in Produktion.
Analog zum Alfasud löst der 1.351 ccm große 79 PS Motor schnell seinen 76 PS
starken Vorgänger mit 1286 ccm Hubraum ab. Darüber rangiert die 1,5 Liter
Maschine - in der Veloce-Version 95 PS stark.
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Die bis 1983 produzierten Sprint-Modelle
schmücken sich mit filigranen Chromstoßstangen und Rückleuchten |
1981 erscheint mit dem Trofeo ein Sondermodell, das auf die sportlichen Qualitäten des in der legendären Sprint-Europa-Trofeo eingesetzten Markenpokal-Renners hinweist. Die schlichte, klar gezeichnete Karosserie mit den filigranen Rückleuchten und zierlichen Chromstoßstangen wird 1983 durch eine neue Generation, der nun lediglich auf den Namen Sprint hörenden zweiten Serie abgelöst: Erneut - wie bei anderen Modellen auch - finden großvolumige Kunststoff-Stoßfänger und Seitenbeplankungen ihren Weg an die Karosserie. Die Doppelscheinwerfer ruhen nun in einem schwarzen Kunststoffgrill, hinten dominieren die unverwechselbar gestalteten Heckleuchten die Optik. Hinter dem sportlichen Dreispeichen-Lederlenkrad verbirgt sich ein überarbeitetes Armaturenbrett und unter der Karosserie erhält die gegenüber dem Alfasud einfachere Hinterachse des 33 Einzug. Damit wandern vor die Bremsen vom Getriebe auch in die Räder.

Zum 1300er und 1500er gesellt sich dann auch noch der ebenfalls im 33 verwendete
1700er mit 115 Vergaser- und 104 Einspritzer-PS. So bleibt der Sprint über Jahre
frisch und bis 1989 in Produktion. Er stellt zweifelsfrei eine stilvolle Art
dar, ein Coupé in dieser Klasse zu bewegen. In einer ganz anderen Klasse spielt
dagegen der Sprint 6C. Dabei handelt es sich um einen bei Zagato in Auftrag von
Alfa Romeo entwickelten Sprint, der den heute klassischen Alfa V6 als
Mittelmotor trägt. Dieser Wagen entsteht zur Hochzeit der Gruppe-B-Boliden, wie
sie im Renn- und vor allem Rallyesport jahrelang für Furore sorgen. Doch in der
wirtschaftlich angespannten Zeit Mitte der 80er legen die Verantwortlichen diese
Pläne ad acta und so bleibt es bei einer Handvoll Prototypen.
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