Alfa Romeo
Alfa Romeo Coupé GTV
(Bericht aus "Alles Auto" - Dezember 2004)

Alfa Romeo rüstet auf!
Nach zwei Jahren stiller Modellpflege startet Alfa 2005 durch. Die Speerspitze bildet das neue Coupé GTV, basierend auf der Design-Studie Brera

Der Optimismus bei Alfa Romeo ist derzeit groß. Und das nicht ohne Grund, denn im Frühjahr 2005 löst der 157er den schon etwas angegrauten 156 ab, parallel dazu kommt der Nachfolger für den GTV. 2006 folgen dann der offene Spider und die Ablöse des 156er-Kombis Sportwagon.

Sowohl 157 als auch GTV wurden von Giugiaro entworfen und tragen unverkennbar die Gesichtszüge der Sportwagen-Studie Brera aus dem Jahr 2002. Dennoch sollen sie ab kommendem März bei Pininfarina vom Band rollen.

Das Passagierabteil des neuen Coupés wurde gegenüber dem aktuellen GTV weit nach hinten gezogen, wodurch eine zweite - wenn auch bescheiden dimensionierte - Sitzreihe Platz fand. Das nach oben hin verjüngte Dach beschert der Karosserie nicht nur dynamisches Aussehen, sondern auch - vor allem dem zukünftigen Spider gut anstehende - höhere Steifigkeit. Die Flügeltüren des Brera weichen, kaufmännischen Zwängen folgend, konventionellen, im Gegensatz zur Studie gibt's auch hintere Seitenfenster. Übernommen wurde die markant nach unten zugespitzte, mittlerweile zum Markenzeichen avancierte Alfa-Nase.


Unverkennbar Alfa Romeo, unverkennbar aggressiv:
Nase und Dreifach-Scheinwerfer des zukünftigen GTV-Coupés
stammen von der Design-Studie Brera


Einstiegs-Motorisierung wird ein auf 2,2 Liter vergrößerter JTS mit 190 PS und Benzin-Direkteinspritzung. Im Programm findet sich auch der 2,4 Liter Fünfzylinder-Diesel, leistungsmäßig ebenfalls auf 190 PS aufgestockt. Dazu kommt ein völlig neu entwickelter, 250 PS starker Dreiliter-V6-Diesel.


Breite Spur und weit nach hinten gezogener Passagierraum
kennzeichnen das Heck des neuen Alfa GTV


Der hauseigene Sechszylinder-Benziner muss einem rund 260 PS starken 3,2 Liter V6 von GM-Powertrain weichen - den man in Zukunft auch in Saab- und Opel-Modellen finden wird. Die Spitze stellt ein vom kleineren Bruder abgeleiteter 3,6 Liter V6 mit kraftvollen 300 PS.

Die Vierzylinder verfügen über Frontantrieb, die Sechszylinder - ein Novum für ein Alfa Coupé - ausschließlich über Allrad. Wie im Crosswagen Q4 kommen dabei drei Differenziale zum Einsatz, die standardmäßige Kraftaufteilung liegt bei 42 % zu 64 % zugunsten der Hinterachse.


GTV Cockpit: Grundsätzlich jenem des 157 (Bild) ähnlich, stärker
konturierte Sitze und mehr Chrom-Einsatz darf man aber ruhig erwarten


Die Preise des neuen GTV sind noch offen, der 2,2 Liter JTS wird jedenfalls teurer als der jetzige 2,0 Liter JTS kommen. Zu erwarten sind etwa € 37.000,--, womit er im Bereich eines 180 PS starken Audi TT läge. Eine Entwicklungsstufe des GTV behalten die Mailänder vorerst noch im Köcher: Gerüchten zufolge könnte irgendwann ein Alfa GTA mit 400 PS den Platzhirschen BMW M3 und Audi S4 das Fürchten lehren.

Wir freuen uns darauf!